Sonnen-Standort Deutschland
Pro Quadratmeter erhält Deutschland durchschnittlich 50 Prozent der Strahlungsintensität, die auf die Sahara trifft. Somit summiert sich bei uns die eintreffende Sonnenenergie im Jahr auf 1.000 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter, von denen der Süden Deutschlands lediglich zehn Prozent mehr genießt als der Norden. Immerhin gibt es in Hamburg durchschnittlich mehr Sonnenstunden als am bayrischen Tegernsee, und die Ostsee-Insel Usedom ist der sonnenreichste Ort Deutschlands.
Den voraussichtlichen Energieertrag Ihrer PV-Anlage können sie anhand der geografischen Ausrichtung (Süden, Osten, Westen) und der Dachneigung (10 bis 90 Grad) bestimmen. Einen optimalen Ertrag erzielen Sie im “hellen Farbbereich”. Je weiter Sie außen liegen, desto geringer die Ausbeute.
Den Jahreszeiten zum Trotz hat die Sonnenenergie immer Saison. Selbst an überwiegend trüben Herbst- und Wintertagen erzielt eine PV-Anlage noch eine beachtliche Energieausbeute.
Kein Wunder also, dass in Deutschland im Jahr 2004 mehr PV-Anlagen als in jedem anderen Land der Welt installiert wurden. Mit 100.000 neu montierten PV-Anlagen 2004 konnte der bisherige Marktführer Japan überholt werden. Insgesamt nutzen nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) bereits rund 800.000 Eigenheimbesitzer hier zu Lande Solarenergie zur Strom- oder Wärmegewinnung.Für Photovoltaik steht in Deutschland ein Flächenpotential von über 1,3 Mrd. Quadratmeter günstig geneigter und unverschatteter Dächer, Fassaden und Freiflächen zur Verfügung. Für eine Vollversorgung durch PV-Anlagen würde dies mehr als ausreichen.
Die Energieversorgung der Bundesrepublik und der EU kann langfristig durch den effizienten Einsatz erneuerbarer Energien aus Wind, Wasser und Sonne vollständig gesichert werden. Doch um dieses Ziel zu erreichen, müssen bereits heute alle Maßnahmen ergriffen werden, damit die erforderlichen Technologien rechtzeitig, sicher und zu günstigen Preisen verfügbar sind.
























