Fakten zur Windenergie – Teil2

Globale Verantwortung Die Zukunftsenergien Sonne,Wasser, Wind, Biomasse und Erdwärme sind technisch leicht beherrschbar und erfordern – im Gegensatz zur Atomkraft – weder heute noch in Zukunft eine Missbrauchskontrolle. Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie setzt Deutschland als viertgrößte Industrienation positive Signale. Der Einstieg in die Nutzung regenerativer Ressourcen wird zu einer höheren Akzeptanz und damit zu einer weltweit forcierten Verbreitung der Nutzung erneuerbarer Energien führen. Diese Entwicklung ist über den Klimaschutz hinaus ein wirkungsvoller Beitrag für den internationalen Frieden und die Verbesserung der Lebensqualität weltweit.

  • Infraschall Bezeichnung für tieffrequenten Schall unterhalb des Hörbereichs des menschlichen Ohres (< 30 Hz). Die Messbarkeit stellt seit den 70er Jahren kein Problem mehr dar. Typische Quellen in der durch Technik geprägten Umwelt des Menschen sind alle Arten von Maschinen: Autos, Flugzeuge, Züge oder Produktionsmaschinen. In der Natur wird Infraschall durch Gewitter,Wasserfälle oder auch Wind-Turbulenzen an Gebäuden erzeugt. Eine Gesundheitsgefährdung tritt jedoch erst bei einem dauerhaften Schalldruckpegel von über 130dB auf.Messungen an Windturbinen ergaben, dass diese Werte bei weitem nicht erreicht werden und unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Abstände kaum noch messbar sind. Die ständige Präsenz von Infraschall im menschlichen Lebens- und Arbeitsbereich führte zu einer ausführlichen Untersuchung des Bundesgesundheitsamtes. Das Ergebnis: Niemand muss von einer unterschwelligen, gesundheitsschädlichen Gefährdung durch Infraschall ausgehen.
  • Klimaschutz Kohlendioxid (CO2) ist hauptverantwortlich für den weltweiten Treibhauseffekt. Der Anteil der Stromproduktion an den CO2-Emissionen in Deutschland liegt bei rund ein Drittel der Gesamtemissionen. Durch Windstrom lässt sich ein Großteil der von der Bundesregierung angestrebten Klimaschutzziele erreichen. 1999 hat die Windenergie bereits mit drei Prozent zur Vermeidung von CO2 beigetragen, im Jahr 2005 werden es über fünf Prozent und langfristig über 50 Prozent sein.
  • Kosten der Windenergie Windkraftanlagen- Betreiber erhalten seit April 2000 gemäß dem »Gesetz zum Vorrang Erneuerbarer Energien« (Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG) eine Vergütung von 17,8 Pf/kWh, die – differenziert nach der Ertragsstärke der einzelnen Standorte – nach frühestens vier Jahren auf 12,1 Pf/kWh absinkt. Berücksichtigt man die Kosten für Betrieb und Wartung der Anlagen, so ist diese Vergütung eher knapp bemessen, sichert den Windmüllern jedoch den Betrieb ihrer Anlagen. Die Kosten für den aufgekauften Windstrom sowie eventuelle Investitionen zum Ausbau ihrer Stromnetze können die Energieversorger bundesweit auf alle Übertragungsnetzbetreiber umlegen.
  • Landschaftsbild Das Landschaftsbild ist seit jeher von Menschen gemachten Veränderungen unterworfen.Wasser- und Windmühlen beispielsweise sind seit Generationen Teil unserer Kulturlandschaft. Noch um 1900 haben allein 30 000 historische Windmühlen in Nordwestdeutschland das Landschaftsbild bereichert. Durch Abholzung und Braunkohletagebau wurden große Flächen der Landschaft bei uns und in anderen Ländern unwiederbringlich zerstört. Das Ausmaß der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes ist jedoch stets eine subjektive Empfindung des Menschen.Während manche von den gigantischen Ausmaßen des Braunkohletagebaus und seinen riesigen Baggern begeistert sind, schwärmen andere von Hochgeschwindigkeitszügen und wieder andere von exzellenten Straßen durch schöne Landschaften. Nichts hat unsere Umwelt so geprägt wie die Mobilisierung und Elektrifizierung. Über 180 000 Strommasten stehen verteilt über das gesamte Bundesgebiet. Die rund 8 500 von vielen Deutschen als ästhetisch schön empfundenen Windturbinen sind dagegen nur ein Bruchteil. Außerdem werden die Anlagen nicht willkürlich aufgestellt. Die Regionalplanung und kommunale Flächennutzungsplanung bieten genügend Instrumente, so dass Belange des Landschafts- und Naturschutzes in ausreichendem Maße unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der betroffenen Träger öffentlicher Belange berücksichtigt werden.
  • Leistung der Windenergie Der technische Fortschritt, speziell der Windenergie, ist enorm: Moderne Windturbinen arbeiten leise und effektiv: Eine einzige 1 500 kW-Anlage produziert je nach Standort drei bis fünf Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Damit versorgt sie zwischen 1 000 und 2 000 Vier-Personen-Haushalte oder zwei bis drei Elektroloks der Deutschen Bahn AG. Die größte seriengefertigte Windturbine hat mittlerweile eine Nennleistung von 2 500 Kilowatt. Außerdem werden bereits Konverter in der Leistungsklasse drei bis fünf Megawatt entwickelt.

Leave a Reply