Fakten zur Windenergie – Teil4

Umweltverbände zur Windenergie Alle großen Naturschutz- und Umweltverbände haben immer die ökologischen Vorzüge der Windkraft betont. BUND, NABU, WWF, Greenpeace und Robin Wood setzen sich für den weiteren umweltgerechten Ausbau der Windkraft und anderer erneuerbarer Energien ein. Auch der Deutsche Bauernverband, Gewerkschaften und Kirchen unterstützen die Windkraft- Nutzung. Dabei ist ein abgestimmtes Vorgehen beim Landschafts- und Naturschutz notwendig, um allen Facetten des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden.

  • Versorgungssicherheit Kein Kraftwerk für sich allein kann eine sichere Energieversorgung garantieren. Sämtliche europaweit verfügbaren Kraftwerke schützen und stützen bei Ausfall einzelner Kraftwerke das Gesamtnetz. Windenergie- Anlagen lassen sich technisch ohne weiteres in dieses Verbundnetz integrieren. Der von ihnen erzeugte Strom kann problemlos in die Kraftwerksplanung zur öffentlichen Stromversorgung eingebunden werden. Mit den Einspeiseschwankungen der Windturbinen können die Kraftwerke wesentlich unkomplizierter umgehen als mit den verbraucherbedingten Abnahmeschwankungen. Meteorologische Prognoseprogramme ermöglichen eine immer präzisere Vorhersage der Windstrom- Einspeisung, was die Stromproduktion bestehender konventioneller Kraftwerke reduziert und den Bau neuer Kraftwerke überflüssig macht.
  • Vogelschutz und Wildtiere Das Verhalten von Vögeln und auch von Wildtieren in der Nähe von Windturbinen ist unterschiedlich: Während einige Vogelarten ihre Nester teilweise im Schutz der Generatorhäuser bauen, meiden andere diese Umgebung. Wissenschaftlich fundierte Studien belegen, dass der sogenannte »Vogelschlag« an Windkraftwerken keine Rolle spielt. Als »Vogelschlag« werden die Kollisionen von Vögeln mit den Flügeln der Rotoren bezeichnet. Eine Umfrage unter den niedersächsischen Jägern ergab, dass sie Windkraftanlagen nicht als gravierende Störquelle für das heimische Niederwild ansehen. Neuere Untersuchungen zeigen auch, dass anfänglich beobachtete Verdrängungseffekte durch eine sich relativ schnell einstellende Gewöhnung von Vögeln und Wildtieren mitunter vollständig kompensiert werden. Durch eine sorgsame Standortplanung lassen sich Auswirkungen von Windturbinen auf die Lebensräume von Vögeln sowie Wildtieren vermeiden oder wenigstens auf ein Minimum beschränken. In Natur- und Vogelschutzgebieten findet darüber hinaus kein Ausbau der Windenergie statt.
  • Ziele Die Bundesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2010 mindestens verdoppeln. In Dänemark soll bis zum Jahr 2030 rund die Hälfte des Stroms aus Windkraft erzeugt werden. Das Europäische Parlament und die EU-Kommission wollen den Anteil regenerativer Energieträger an der Stromversorgung in den 15 Mitgliedsländern bis zum Jahr 2010 auf rund 22 Prozent verdoppeln.

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